„Das ewige Eis wird es nicht mehr geben“

Paderborn. Renommierter Klimaforscher Prof. Dr. Anders Levermann referiert an der Universität Paderborn.

An der Universität Paderborn (v. l.) Martin Pantke, Prof. Dr. Thomas Tröster, Prof. Dr. Birgit Riegraf und Prof. Dr. Anders Levermann. Foto: Johannes Pauly

Die diesjährige „Denkschule 2017“ des NRW Fortschrittskollegs „Leicht – Effizient – Mobil“ des Instituts für Leichtbau mit Hybridsystemen (ILH) fand am Mittwoch, 10. Oktober, zum Thema „Leichtbau für den Klimaschutz“ im Auditorium maximum der Universität Paderborn statt. Als Hauptredner referierte Prof. Dr. Anders Levermann des Potsdam-Instituts für Klimaforschung und der Universität Potsdam vor etwa 200 Gästen zum Thema „Das Klima nach Paris – Konsequenzen des Klimawandels für die Gesellschaft“. Nicht nur Ökosysteme seien betroffen, der Klimawandel gefährde auch die kulturelle und gesellschaftliche Identifikation, so Levermann.

"Es braucht einen Vertrag zwischen Wissenschaft und Gesellschaft"

Der Sprecher des NRW Fortschrittskollegs, Prof. Dr. Thomas Tröster, begrüßte die Anwesenden und lobte die fruchtbare Zusammenarbeit von Forschung und gesellschaftlichen Akteuren, wie etwa Unternehmen, im NRW Fortschrittskolleg. Anschließend richtete Prof. Dr. Birgit Riegraf, Vizepräsidentin für Lehre, Studium und Qualitätsmanagement der Universität Paderborn einige Worte an die Zuschauer. Sie betonte die Bedeutung gesellschaftlicher Akteure für die Umsetzung der Projekte des NRW Fortschrittskollegs sowie generell beim Thema Klimawandel. „Es braucht einen Vertrag zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, um dem Klimawandel erfolgreich etwas entgegenzusetzten. Dies wird mit dem NRW Fortschrittskolleg umgesetzt“, merkte sie an. Auch Martin Pantke, stellvertretender Bürgermeister der Stadt Paderborn, lobte die Verbindung von Forschung und Praxis im Rahmen des Fortschrittskollegs. Die Universität sei ein Flaggschiff für die Stadt Paderborn.

Nach einer kurzen Vorstellung durch Prof. Tröster leitete Prof. Levermann seinen Vortrag mit einem Verweis auf einen 1978 erschienenen Beitrag des Glaziologen John H. Mercer im Fachmagazin „nature“ ein. Mercer habe damals bereits Voraussagen zur Eisschmelze und dem Kohlenstoffdioxidgehalt in der Atmosphäre getroffen, die inzwischen eingetreten seien, so Levermann. „Und das ganz ohne Computer, ohne Satellit“, betonte er. Vielmehr habe Mercer seine Aussagen auf Grundlage physikalischer Gesetze getroffen, denen auch heute noch eine große Bedeutung in der Klimaforschung zugesprochen werde. Neben den wissenschaftlichen Grundlagen in der Klimaforschung ging Levermann auch auf die Folgen des Klimawandels und das Klimaabkommen von Paris ein, bevor er sich zum Abschluss den Fragen des Publikums stellte.



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