Elsen hat einen Wandel erlebt und wächst weiter

Elsen. Dass Elsen „nur“ der zweitgröße Stadtteil Paderborns nach Schloß Neuhaus ist, sorgt natürlich für eine gewisse Rivalität zwischen den direkten Nachbarn. Doch am Selbstbewusstsein des stolzen Elseners nagt das nicht. Schließlich kann der Ort einiges vorweisen, wie Alois Lienen als Vorsitzender des Bezirksausschusses Elsen zu berichten weiß: „Wir sind ein wachsender Stadtteil, die Grundversorgung ist gesichert, wir haben ein großes schulisches Angebot und ein reges Vereinsleben.“

Umfangreich renoviert wird bereits seit fast einem Jahr die Elsener Pfarrkirche. Bezirksausschussvorsitzender Alois Lienen ist zufrieden mit dem Fortgang der Arbeiten und dem bisherigen Ergebnis. Fotos: Björn Theis

Die Ortsdurchfahrt der Von-Ketteler-Straße: Starker Verkehr und Parkprobleme sind hier oft die Regel.

Ein beliebter Ort zum Feiern und für Veranstaltungen ist das urige Elsener Brau- und Bürgerhaus.

Elsen wächst: Im Baugebiet an der Straße „Im Mühlenteich“ werden neue Häuser gebaut – in direkter Nähe zum Nesthauser See.

Die Barmherzigkeitskapelle am Nesthauser See.

Von Björn Theis

Seit der kommunalen Neugliederung im Jahr 1975 gehört Elsen zur Stadt Paderborn. Damals noch unter 8.000 Einwohner, leben heute über 16.500 Einwohner im westlichen Stadtteil. Der Wandel ist sichtbar: Aus dem damaligen Straßendorf sind links und rechts der Von-Ketteler-Straße Wohnsiedlungen entstanden. Viele Altbauten aus der Nachkriegszeit wurden abgerissen und durch größere Neubauten ersetzt. Immer mehr Einwohner bedeuten im Umkehrschluss allerdings auch Parkprobleme. Allein in Elsen sind 10.600 Fahrzeuge gemeldet. „Die Innenverdichtung stößt an ihre Grenzen“, sagt Lienen. Im Berufsverkehr quälen sich die Pendler Stoßstange an Stoßstange durch die Ortsdurchfahrt der Von-Ketteler-Straße. Die Linienbusse des Padersprinters versuchen mit einem Viertelstundentakt dagegenzusteuern. Über den Bau einer Ortsumgehung wurde immer mal  wieder diskutiert, „aber so wirklich kennen wir noch keine Lösung“, gesteht Lienen.

Kirche wird renoviert

Elsen sieht sich als Bildungsstandort. Der Stadtteil besitzt acht Kindergärten (der neunte ist in Planung), zwei Grundschulen und eine Gesamtschule mit insgesamt rund 1.300 Schülern und über 120 Lehrern.
Mit kurzer Unterbrechung seit 1985 gestaltet Alois Lienen als Vorsitzender des Bezirksausschusses und Ratsmitglied den Wandel des Ortes mit. „Wir sind zwar nicht die Endbeschließer, aber bei den meisten Entscheidungen nimmt man im Rat der Stadt Paderborn Rücksicht, da wir die Verhältnisse vor Ort besser kennen“, so der 70-Jährige.
Ein bedeutender Faktor für die Lebensqualität im Ort ist das rege Vereinsleben. TuRa Elsen als Turn- und Rasensportverein zählt fast 3.000 Mitglieder. Der Schießsportverein SSV Elsen stellt eine Bundesliga-Mannschaft und wurde jüngst beim Heim-Finale in der Paderhalle bereits zum fünften Mal Deutscher Meister im Luftgewehrschießen. Vier Schützenvereine (St. Hubertus Elsen, Heimatverein Nesthausen, Heimatliebe Elsen-Bahnhof und Schützenverein Gesseln) sorgen im Sommer für die „grünen Wochen“. Beim Frühlingsputz, der wieder am vergangenen Freitag stattfand sowie bei der Hilfe für Flüchtlinge, legen die Mitglieder der Vereine großes Engagement für ihren Ort an den Tag.      
Die Kirche kann bereits seit fast einem Jahr nicht für den Kirchgang genutzt werden. Die Gottesdienste finden aktuell im Dionysius-Haus statt. Grund ist die umfangreiche Renovierung des Gotteshauses, in dessen Zuge auch die Orgel erneuert wird. Zwei Millionen werden in den Umbau investiert, wovon die Kirchengemeinde über eine Million selbst beisteuert. Nach abgeschlossener Renovierung soll der erste Gottesdienst am Palmsonntag, 9. April, in der Pfarrkirche gefeiert werden, die dann in neuem Glanz erstrahlt.
Als Höhepunkt des Jahres gilt in Elsen das Dorffest, welches diesmal am 11. Juni stattfindet.  Die engagierte Werbegemeinschaft organisiert die große Sause – tausende Besucher kommen dazu jedes Jahr in den Paderborner Stadtteil.  Nebender Werbegemeinschaft sorgt der Heimat- und Verkehrsverein mit Aktionen für ein lebendiges Elsen. Erst kürzlich ist unter dessen Federführung eine neue Laienspielgruppe gegründet worden.

Neues Baugebiet „Am Mühlenteich"

Eine Erfolgsgeschichte für den Ort“, meint Alois Lienen, ist der Wohnpark Schrieweshof. Die Senioren-Einrichtung sorgt für die Integration von älteren Menschen ins Dorfleben, beteiligt sich an zahlreichen Aktionen in Elsen und richtet eigene Ausstellungen sowie Veranstaltungen aus, zu denen die Bewohner eingeladen sind. Dass Elsen ein attraktiver Ort ist, sieht Alois Lienen darin bestätigt, dass die Einwohnerzahlen trotz immer höherer Grundstückspreise weiter steigen. Bestes Beispiel dafür ist das Baugebiet in der Straße „Am Mühlenteich“ in Elsen, das gerade aus dem Boden gestampft wird. Sechs Einfamilienhäuser sowie drei Mehrfamilienhäuser  befinden sich dort, in direkter Nähe zum Nesthauser See, im Bau. In Elsen geht es also voran. Und Alois Lienen  sowie die Einwohner wissen, was sie an ihrem Ort haben.



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