Markus Krösche ist als Hoffnungsträger zurück beim SCP

Paderborn. Aus der Champions League mitten in den Abstiegskampf der 3. Liga: Markus Krösche ist zurück beim SC Paderborn und übernimmt mit sofortiger Wirkung das Amt des Sportchefs. Nachdem die Hammer-Personalie am Freitagmorgen bereits die Runde machte, wurde der 36-Jährige später auch in einer Pressekonferenz offiziell präsentiert.

Neuer Hoffnungsträger in schweren Zeiten: Markus Krösche (r.) ist zurück beim SCP und wurde am Freitag von Präsident Wilfried Finke als neuer Sportchef präsentiert. Foto: Marc Köppelmann

Von Björn Theis

Seit der Trennung von Michael Born vor fast genau einem Jahr war die Position des Sportchefs vakant beim SCP. Nachfolge-Kandidaten habe es viele gegeben, erläuterte Präsident Wilfried Finke, aber: „Ich hatte seitdem zu jedem Zeitpunkt die Hoffnung, meinen wirklichen Wunschkandidaten zu verpflichten.“ Und das war  eben Markus Krösche, mit dem Finke einen engen persönlichen Draht pflegt. Die Zusammenarbeit ist auf fünf Jahre vereinbart und damit perspektivisch angelegt. „Wir wollen sukzessive einen Generationswechsel einleiten und dahin zurückkehren, junge, hungrige Spieler zu entwickeln“, sagte der Präsident und schob einen Wunsch hinterher: „Der SC Paderborn muss wieder sexy werden.“ Markus Krösche nannte es „eine super Geschichte, wieder hier zu sein.“  Der neue Hoffnungsträger ist eine Ikone des Paderborner Fußballs, Rekordspieler und Fan-Liebling. An der Seite von Roger Schmidt war er bis vor wenigen Wochen noch Co-Trainer bei Bayer Leverkusen. Jetzt ist „Kröschi“, wie er von den Fans genannt wird, wieder in Paderborn und steht vor einer mehr als schweren Mission: „Der Verein gehört da nicht hin, wo er aktuell steht“, sagte der Rückkehrer mit Blick auf die dramatische Tabellensituation. Für ihn habe immer festgestanden, eines Tages wieder für den SCP tätig zu sein. „Wir wollen den Erfolg zurückholen“, sagte Krösche, der mit dem Trainer und den Verantwortlichen alles daran setzen wird, den Klassenerhalt in der 3. Liga noch zu schaffen.
Nach fünf Niederlagen am Stück braucht der Tabellenvorletzte an diesem Samstag, 18. März, 14 Uhr, im Heimspiel gegen den SSV Jahn Regensburg dringend einen Sieg. Im Falle einer weiteren Niederlage  droht dem SCP das Abrutschen auf den letzten Platz und Trainer Stefan Emmerling könnte seinen Job los sein. Präsident Finke wollte in der Pressekonferenz weder ein Treue-Bekenntnis aussprechen, noch einen Sieg für dessen Weiterbeschäftigung zur Bedingung machen. „Außerdem ist das ab heute auch nicht mehr mein Job“, sagte Finke und blickte rüber zu seinem Nebenmann auf dem Podium – Markus Krösche. Möglicherweise wird dessen erste Amtshandlung eine Trainer-Entlassung.



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