„Müssen in die Vorhand“

Paderborn. „In Wahlkampfzeiten ist es natürlich viel leichter, das Interesse der Menschen zu gewinnen“, weiß Johannes Menze, Sprecher vom Paderborner Bündnis für Demokratie und Toleranz.

Auf der Straße gegen Rassismus: Vor einem Jahr, am 25. November 2016, organisierte das Bündnis eine Demonstration gegen die AfD. Archivfoto: Marc Köppelmann

Bündnissprecher Johannes Menze. Quelle: www.buendnisdemokratietoleranz.wordpress.com

Die Initiative organisierte in der Vergangenheit zahlreiche Demonstrationen in der Innenstadt. In Wahlkampfzeiten stellten sie sich damit erfolgreich gegen die AfD und deren Kundgebungen. Seitdem ist es ein wenig still um das Bündnis geworden. Vergangene Woche trafen sich die Mitglieder in der Kreisgeschäftsstelle der Paderborner SPD um das Selbstverständnis des Bündnisses zu formulieren und sich selbst neu auszurichten. Geklärt werden sollte in erster Linie, ob das Bündnis sich als Reaktion auf Proteste der Rechten versteht, oder mit eigenen Veranstaltungen selbst aktiv wird. Schnell wurde deutlich: „Wir legen das breiter an“, erklärt Menze. Dabei soll es um den Zusammenhalt und die Stärkung der Demokratie in der Gesellschaft gehen. Dies sei, so Menze, nach dem Einzug der AfD in den Bundestag noch entscheidender geworden. „Wir dürfen aber nicht nur auf die AfD-Wähler gucken, sondern die gesamte Bevölkerung ansprechen und wieder Interesse am Wählen gehen wecken. Dafür braucht es attraktive Angebote und spannende Debatten“, erklärt Menze weiter. Die Qualität des Bündnisses bestehe darin, dass viele Institutionen miteinander vernetzt sind. „Wir müssen in die Vorhand“, lautete der allgemeine Konsens beim letzten Bündnistreffen. Dazu plane man im kommenden Jahr mit verschiedenen Aktionen in Paderborn die Demokratie in der Gesellschaft zu stärken und sichtbar zu machen. Das Thema solle dabei auch kulturell, spielerisch und natürlich informativ aufbereitet werden, um eine breite Masse ansprechen zu können. Was genau es für Veranstaltungen geben werde, plane man in den kommenden Monaten, so Menze.

Strategie gegen Rassismus

Demokratie und menschenrechtsorientiertes Zusammenleben fördern ist auch das primäre Ziel des Landesnetzwerks „NRWeltoffen“, das 2012 von der damaligen rot-grünen Landesregierung als ein Austausch- und Informationsforum in der Arbeit gegen Rechtsextremismus gegründet wurde. In dieses Netzwerk wolle sich auch das Paderborner Bündnis für Demokratie und Toleranz einbringen, um Strategien gegen Rassismus auszuarbeiten und das präventive Handeln vor Ort zu stärken.



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