Zukunft von „pro familia“ weiteres Jahr gesichert

Paderborn. Der Verbleib der unabhängigen und konfessionell ungebundenen Schwangerenberatungsstelle „pro familia e.V.“ in Paderborn ist für ein weiteres Jahr gesichert: Dem Aufruf der beiden Paderborner Privatleute Rainer Rings und Reinhard Kersting sind erneut viele Bürger gefolgt.

Freuen sich, dass es weitergeht: Stefanie Kleine (Vorsitzende Freunde von Zonta), Anja Podtschaske, Iris Kämper, Sabine Lüttges (alle Mitarbeiterinnen von pro familia in PB), Kerstin Haarmann (cum ratione gGmbH) und Spendeninitiator Reinhard Kersting.

„Es ist nicht selbstverständlich, dass auch im zweiten Jahr unsere Initiative für pro familia so breit getragen wird“, freuen sich Rings und Kersting. Die gemeinnützige Paderborner Gesellschaft cum ratione habe 2016 angeboten, im Notfall für die nötigen 20.000 Euro pro Jahr einzuspringen, falls nicht genügend andere Spender mobilisiert werden könnten. Doch das müsse man gar nicht in Anspruch nehmen. Cum ratione kümmere sich aber dankenswerterweise wieder um das Organisatorische.

Zonta-Club wieder dabei

„Neben vielen Spendern aus dem Vorjahr sind diesmal rund zehn neue Spender hinzugekommen“, erläutert Kersting. Die Spendensummen reichten wieder von 20 bis 3.000 Euro – insgesamt hätten sich etwa 50 Menschen an der Aktion beteiligt. Darunter sei zum Beispiel auch der Paderborner Zonta-Club. Dessen Präsidentin Angelika Schomberg erklärte: „Nachdem wir auch im letzten Jahr schon den Spenden-Aufruf für pro familia unterstützt haben, war es für uns selbstverständlich, wieder dabei zu sein.“ Die überkonfessionelle Arbeit der Beratungsstelle vor allem für Frauen passe exakt zur Zonta-Philosophie.
„Der Spenden-Rücklauf zeigt, dass die Arbeit der Paderborner Beratungsstelle von pro familia e.V. sehr wertgeschätzt und im Kreis Paderborn vor allem weiter dringend benötigt wird“, so Rainer Rings.
Pro familia biete nicht nur die wichtige, konfessionell ungebundene und kostenlose Schwangeren-Konfliktberatung, sondern sei auch sehr aktiv bei der sexualpädagogischen Arbeit mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen.

Kritik an CDU

Als einzige von 36 Beratungsstellen des Verbandes im Land NRW wird pro familia in Paderborn nicht kommunal unterstützt und ist deshalb auf private Spenden angewiesen. Vor allem die CDU-Fraktion im Kreistag verweigere sich leider weiterhin und lasse so Frauen in Notsituationen im Regen stehen, kritisiert Rings.
Die Leiterin der pro familia Beratungsstelle, Sabine Lüttges, jedenfalls nahm dankbar den Spendenscheck über 23.575 € entgegen: „Dass sich so viele Privatleute mit unserer Beratung identifizieren und sich auch öffentlich für uns stark machen, gibt uns enorm viel Kraft und Motivation für unsere nicht immer einfache Arbeit.“
Pro familia ist im vergangenen Jahr erneut umgezogen und jetzt in der Ledeburstraße 30 in Paderborn erreichbar. Vor wenigen Tagen konnte dank der Spendenaktion das 10jährige Bestehen in Paderborn gefeiert werden.



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