Die Verhandlungen für einen Neubau des Paderborner Hauptbahnhofs inklusive einer Hotelnutzung in den Obergeschossen zwischen einem heimischen Investor und der Station & Service AG der Deutschen Bahn stehen direkt vor ihrem Abschluss. Das Thema beschäftigt daher die Mitglieder des Ausschusses für Bauen, Planen und Umwelt am 5. Juli und wird abschließend in der Ratssitzung am 11. Juli behandelt. Die Politik soll dann nicht nur die aktuelle Planung zustimmend zur Kenntnis nehmen, sondern auch der Gewährung einer Finanzierungsbeteiligung in Höhe von 1,9 Millionen Euro durch die Stadt Paderborn an die Deutsche Bahn Station & Service AG zustimmen. Die Rahmenbedingungen für den Baukostenzuschuss wurden abschließend geprüft.

„Nun ergibt sich die Chance, das derzeitige Empfangsgebäude als Symbol einer zukunftsweisenden Stadtentwicklung zu errichten“, sagt Bürgermeister Michael Dreier. Als indirekt Beteiligte erhofft sich die Stadt Paderborn endlich eine städtebauliche Aufwertung des Bahnhofsbereiches, die bereits lange diskutiert wurde.

Neuer Hauptbahnhof: Die Planungen sehen ein insgesamt sechsgeschossiges Gebäude vor. Das aufgesetzte Technikgeschoss als Staffelgeschoss im westlichen Teilbereich stellt das Modell noch nicht dar.

Die Neubauplanung für den Hauptbahnhof sieht ein insgesamt sechsgeschossiges Gebäude mit aufgesetztem Technikgeschoss als Staffelgeschoss im westlichen Teilbereich vor. Vor allem im Erdgeschoss befinden sich die Nutzungen der DB AG und zusätzlich der Eingangsbereich für die Hotelnutzung, die bis ins sechste Geschoss fortgeführt wird. Im ersten Obergeschoss sind die Überhöhung der Bahnhofshalle und Büronutzungen geplant. Weiter schafft eine neue Empfangshalle ein attraktives Eingangstor für Bahnreisende in die Stadt: Der Eingangsbereich soll wesentlich großzügiger gestaltet und belichtet werden. Eine moderne Türanlage wird einen gelungenen Übergang des öffentlichen Raums vor dem Bahnhofsgebäude in die Empfangshalle schaffen. Auch auf eine barrierefreie, geradlinige und übersichtliche Wegeführung wird Wert gelegt.

„Dieses Projekt dient als Visitenkarte für das Oberzentrum Paderborn“, sagt Dreier. Aus verkehrlicher Sicht erfolge eine Weiterentwicklung des Bahnhofs zur Mobilitätsdrehscheibe ebenso wie die Optimierung der Vernetzung öffentlicher Verkehre und Mobilitätsketten am Bahnhof. „Der Neubau des Gebäudes wird eine maßgebliche städtebauliche Aufwertung der Bahnhofstraße als Haupteinfallstraße in die Innenstadt zur Folge haben“, ist der Bürgermeister überzeugt. Ferner plant die Stadt in Zusammenhang mit dem Bahnhofsneubau ein Parkhaus auch für die Nutzer von Bahnhof und Hotel.

Für die Realisierung des Bahnhofsgeschosses mit repräsentativer Empfangshalle ist seitens der Stadt Paderborn eine Finanzierungsbeteiligung in Höhe von 1,9 Millionen Euro vorgesehen, die durch den Rat beschlossen werden muss. Ohne einen Zuschuss würde das heutige Bahnhofsgebäude bestehen bleiben, eine zukunftsorientierte Entwicklung fände vorerst nicht statt. Bürgermeister Michael Dreier: „Dies zeigt nicht nur die immense Bedeutung der Projektunterstützung für die Stadt Paderborn, sondern auch, dass eine Realisierung ohne einen städtischen Zuschuss nicht möglich wäre.“

8 Kommentare

  1. … bis das Ding fertig ist, ist der Güterverkehr wieder auf der Strasse, keine Sorge … weißt schon, das mit dem fortschrittlichen Streckenausbau der Bahn in der Provinz …

  2. Wäre schön, wenn die Stadt mit der Erschließung neuer bezahlbarer Baugrundstücke für junge Familien hinterherkäme!!!

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