Paderborn. Nadine Kollakowski setzt sich mit ihrer Petition für eine Hundewiese in Paderborn ein.Den Hund ohne Leine zusammen mit anderen Vierbeinern toben und spielen lassen: Davon träumt Nadine Kollakowski. „In jeder Großstadt gibt es eine Hundewiese – nur in Paderborn nicht“, stellt die 27-Jährige fest, die seit zwei Jahren in der Stadt an der Pader lebt. Paderborn müsse dringend nachziehen, sagt sie mit Blick auf benachbarte Städte wie Gütersloh oder Bielefeld, die bereits seit Jahren ausgewiesene Flächen für Hunde hätten.
„Man zahlt die Hundesteuer und bekommt dafür, außer Beutelspendern, nichts geboten“, sagt sie.

Hofft auf eine Hundewiese in Paderborn: Nadine Kollakowski mit ihrem Hund Henry.
Foto: Matthias Kleine

So könne es nicht weitergehen, dachte sich die Fotografin und startete in dieser Woche eine Petition mit dem Titel „Paderborn braucht eine Hundewiese“, die seitdem regen Zuspruch erfährt. Bereits nach drei Tagen unterschrieben rund 400 Personen bei der Platform „OpenPetition“ und äußerten sich in Kommentaren ausschließlich positiv der Wiese gegenüber: „Es gibt einfach keinen richtigen Ort, an dem die Hunde mal Hund sein dürfen“, schreibt Diana Jill Mehner aus Paderborn, die ebenso wie Nadine Kollakowski von vielen Hundehaltern gehört habe, „dass so eine Wiese in Paderborn einfach fehlt. Das Anliegen dieser Hundehalter möchte ich gerne unterstützen“, kommentiert Mehner. „Es ist alles überschaubar, was ich fordere und mir wünsche“, sagt Kollakowski, die Ende Februar einen Termin bei Bürgermeister Michael Dreier hat und ihm mit den Unterschriften und ihrer Idee überzeugen möchte. „Die Wiese muss ja nicht so groß sein, wie ein Fußballplatz, sagt sie. „Eine kleine eingezäunte Fläche mit Mülleimern und Beutelspendern würde schon reichen.“ Außerdem erkennt sie in einer Hundewiese ebenfalls einen sozialen Treffpunkt: „Vielleicht würde sie mehr Leute nach Paderborn ziehen.“

Würde sich über eine Hundewiese in Paderborn sicher freuen: Hund Henry von Nadine Kollakowski.

Derzeit sind bei der Stadt 6.673 Hunde steuerpflichtig gemeldet, teilte Jens Reinhardt, Leiter des Leiter des Amtes für Öffentlichkeitsarbeit und Stadtmarketing, auf Nachfrage dieser Zeitung mit. Dennoch erkenne man keine Notwendigkeit an einer Hundewiese und sehe darin eher zusätzliche Probleme, wie beispielsweise „die Konzentration von vielen verschiedenen Hunden auf einem Fleck“, welche unter Umständen zu Schwierigkeiten führen könnte.
Des Weiteren sei die Hundesteuer eine Gemeindesteuer, von der „man keine Gegenleistungen erwarten darf“, so Reinhardt. „Wir als Stadt sehen die Hundewiese als schwierig und nicht machbar an“, kommentiert er auch mit Blick auf die vielen vorhandenen Grünflächen. „In direkter Nähe zur Stadt gibt es viele Stellen im Grünen, wo man seine Hunde frei laufen lassen kann“, sagt Jens Reinhardt.
Nadine Kollakowski wird ihr Ziel dennoch weiter verfolgen. An Zuspruch für ihre Petition mangelt es nicht. Stündlich verzeichnet sie mehr Unterschriften und hofft, „dass wir gut etwas zusammenkriegen, sodass dem Bürgermeister der Mund offen stehen bleibt“, scherzt sie voller Tatendrang und Hoffnung auf eine Hundewiese in Paderborn.

Unterschreiben können Interessierte die Petition auf folgender Seite: