Paderborn. Für die Bewohner in der Paderborner Südstadt war es ein aufregender Donnerstagabend: Bei den Bauarbeiten am Leokonvikt auf dem Gelände der katholischen Hochschule wurde eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Erst kurz vor Mitternacht konnte der gefährliche Sprengkörper entschärft und Entwarnung für die Bewohner gegeben werden.

Direkt nach dem bekannt werden des Funds der rund 250 Kilogramm schweren Bombe war der Kampfmittelräumdienst vor Ort und das Ordnungsamt der Stadt Paderborn entwickelte zusammen mit Feuerwehr und Polizei einen Plan, wie man das Gebiet direkt um den Fundort der Bombe evakuieren muss, um die Bombe sicher entschärfen zu können. „Wir sind auf solche Szenarien vorbereitet und haben Ähnliches, wenn auch in kleinerem Maßstab schon an anderen Stellen im Stadtgebiet erlebt“, sagt Matthias Klocke vom Ordnungsamt der Stadt Paderborn, der für den Bereich der Gefahrenabwehr zuständig ist. „Die Zusammenarbeit mit allen Akteuren hat sehr gut und reibungslos funktioniert und unser Dank gilt auch den Anwohnern, die uns unterstützt und Ruhe bewahrt haben sowie den Anweisungen der Polizei und Feuerwehr Folge geleistet haben“, so Klocke weiter.

Ein innerer und äußerer Sicherheitsbereich um den Bombenfundort wurde am Donnerstag nach Sichtung von Plänen im Vermessungsamt der Stadt festgelegt. Im inneren Sicherheitsbereich wurden alle Anwohner evakuiert und mussten ihre Häuser verlassen. In diesen Bereich fiel auch das Wohnheim für alte und pflegebedürftige Menschen sowie ein Jugendwohnheim. Anwohner konnten sich, bis die Bombe entschärft war, beim Deutschen Roten Kreuz in der Reumontstraße aufhalten.

In der äußeren Sicherheitszone wurden die Anwohner per Durchsagen der Feuerwehr aufgefordert in ihren Häusern zu bleiben. Gegen 23.30 Uhr vermeldete die Feuerwehr dann per Durchsagen die erfolgreiche Entschärfung der Bombe und die Sperrungen konnten wieder aufgehoben werden sowie alle Bewohner zurück in ihre Gebäude.